EU-Kleinanlegerstrategie in trockenen Tüchern

Über zweieinhalb Jahre wurde emsig verhandelt, nun konnten sich die Unterhändler von EU-Parlament und -Mitgliedsstaaten auf einen Kompromiss einigen: Die sogenannte Kleinanlegerstrategie soll den EU-Bürgern künftig mehr Sicherheit, Transparenz und Fairness bescheren, wenn sie Geldanlageprodukte kaufen. Im Kern sollen sie vor einer Transaktion leichter verständliche Informationen erhalten. Zudem werden „Finfluencer“ – also Influencer, die Finanztipps […]
ONLINE-MAGAZIN

Versicherungs-News

Ob Neuigkeiten, wichtige Änderungen oder nützliche und gewinnbringende Tipps, wir halten Sie auf dem Laufenden. Schauen Sie daher öfters mal vorbei und verpassen Sie nichts.

Über zweieinhalb Jahre wurde emsig verhandelt, nun konnten sich die Unterhändler von EU-Parlament und -Mitgliedsstaaten auf einen Kompromiss einigen: Die sogenannte Kleinanlegerstrategie soll den EU-Bürgern künftig mehr Sicherheit, Transparenz und Fairness bescheren, wenn sie Geldanlageprodukte kaufen. Im Kern sollen sie vor einer Transaktion leichter verständliche Informationen erhalten. Zudem werden „Finfluencer“ – also Influencer, die Finanztipps geben – und ihre Kooperationen mit Produktgebern stärker reguliert.

Ein von manchen Verhandlern gefordertes generelles Provisionsverbot wird es nicht geben. Die Transparenzanforderungen im Rahmen der Provisionsabrechnung werden jedoch deutlich verschärft. Im Gegenzug soll mehr Flexibilität für Berater geschaffen werden, indem die Geeignetheitsprüfung für bestimmte Produkte entschlackt wird.

Nicht alle Marktteilnehmer sind mit den getroffenen Vereinbarungen glücklich. So fand etwa der Hauptgeschäftsführer des deutschen Fondsverbands BVI, Thomas Richter, gegenüber dem Finanzmagazin procontra deutliche Worte: „Die EU hat die Chance vertan, ein überflüssiges Gesetzesvorhaben und damit neue Bürokratie zu verhindern. Die Kleinanlegerstrategie verursacht mehr Aufwand als Nutzen, und praktisch alle Beteiligten sind mit ihr unzufrieden.“

Aktuelle News

„Bis zu 200 Prozent mehr rausholen“? Vorsicht vor Rückabwicklern!
In Social Media und auf finanzbezogenen Onlineforen werben sogenannte Rückabwickler von Lebens- und Rentenversicherungen mit vollmundigen Versprechen für ihre Dienste: „Bis zu 200 Prozent mehr aus ihrem Vertrag rausholen!“, heißt es da etwa. Dafür müssten die Kunden lediglich die Ansprüche aus „schlechten“ Verträgen auf ein Drittunternehmen übertragen. Auch nach Abzug der Gewinnmarge für den Rückabwickler […]
Mieten verteuern sich weiter, Kaufpreise stagnieren
Wohnungsmieter in Deutschland müssen Jahr für Jahr tiefer in die Tasche greifen. Auch für das erste Quartal 2026 vermeldet der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erneut Steigerungsraten deutlich über der allgemeinen Inflation. So müssen Neumieter in Düsseldorf 5,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor zahlen, in Köln 5,7 und in Hamburg 5,1 Prozent. […]